Freie WLAN-Funknetze erobern Europa

Und das ganze gleich in jedes Autoradio einbauen, dann zieht sich das netz rundherum 😉

 

Freie Netze find ich gut, mal sehen ob schon wer in meiner NĂ€he ist, damit ich weiterbasteln kann 😉

Hier die Meldung von pressetext.at:

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=100320004 [ Foto ]

pte100320004, pte.monitor: solar
Produkte/Innovationen, Computer/Telekommunikation

Freie WLAN-Funknetze erobern Europa
Mesh-Routing sorgt fĂŒr autonome Breitbandversorgung

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Wien (pte/20.03.2010/06:10) – Beim Zugang zu Breitband-Infrastruktur sind User im Normalfall auf das Angebot von ISPs, Telcos oder Mobilfunkanbieter angewiesen. Einen alternativen wie autonomen Weg weisen seit einigen Jahren Funknetz-Communitys, die ĂŒber zusammengeschlossene WLAN-Router eine frei zugĂ€ngliche Breitbandversorgung bereitstellen. Entstanden derartige Projekte zunĂ€chst vor allem in dicht besiedelten BallungsrĂ€umen, findet sich in jĂŒngster Zeit aber auch in Infrastruktur-schwachen Gegenden eine steigende Anzahl an derartigen privaten Netzen wieder.
Privates, dezentrales Netz
"Angesichts der akut grassierenden Überwachungsideen und der Datenschutzdebatte im Internet ist das Konzept eines privat aufgebauten, dezentralen Breitbandnetzes mit lokalen Servern und Diensten aktueller denn je", erklĂ€rt Aaron Kaplan, Obmann des Wiener WLAN-Funknetzes funkfeuer.at http://www.funkfeuer.at , im GesprĂ€ch mit pressetext. Das Netz ist prinzipiell frei zugĂ€nglich und von ĂŒberall innerhalb des gesamten Netzgebietes nutzbar. Voraussetzung ist allerdings, dass man selber einen WLAN-Knoten errichtet und zur VerfĂŒgung stellt. Die notwendige Bandbreite steuert der Verein bei, der seinerseits auf einige Sponsoren wie die Stadt Wien, aber auch ISPs wie Silver Server oder next layer zĂ€hlen kann.
Technisch gesehen handelt es sich bei den Knoten nicht um WLAN-Hotspots, wie es das Konzept von kommerziellen Anbietern oder etwa auch von Fon http://www.fon.com vorsieht. Vielmehr sorgt die eingesetzte Mesh-Routing-Technologie dafĂŒr, dass die eingespeiste Bandbreite ĂŒber die WLAN-Knoten intelligent verteilt wird. Durch die bei jedem Knoten eingesetzten Funkantennen können sich die Knoten bis zu 30 Kilometer weit problemlos verknĂŒpfen. Um eine optimale Netzabdeckung zu erreichen, muss das Equipment allerdings auf dem Hausdach montiert werden, was gerade in der Stadt ein gewisses Hindernis fĂŒr potenzielle neue User darstellt.
WLAN-Netz fĂŒr die Alpen
"Neben unserem Bestreben, ein unabhĂ€ngiges BĂŒrgernetz zu schaffen, hatte das Netz von Anfang an immer auch einen experimentellen Charakter. Mittels der Technologie ist es theoretisch möglich, ein solarbetriebenes WLAN-Netz von Berggipfel zu Berggipfel aufzuspannen und so auch entlegene Gebiete zu erreichen, die bisher von Breitbandtechnologien abgeschnitten sind", erklĂ€rt Kaplan. Schon heute wĂŒrden lĂ€ndliche Gegenden, die von den ISPs vernachlĂ€ssigt werden, von derartigen Projekten profitieren können. Aktuell entsteht etwa im Weinviertel, in Klosterneuburg sowie rund um Bad Ischl ein solches WLAN-Netz.
Ungeachtet der technischen Herausforderungen bestehe die Funkfeuer-Community aber keineswegs aus reinen IT-Profis und Computer-Nerds, so Kaplan. "NatĂŒrlich hilft es, wenn man sich technisch ein wenig auskennt. Durch die Community erhĂ€lt aber jeder die notwendige UnterstĂŒtzung, der sich am Projekt beteiligen möchte", erklĂ€rt Kaplan im pressetext-Interview. "Von topgebildeten IT-Leuten bis zu Bauarbeitern sind schon jetzt fast alle Berufs- und Interessensgruppen bei uns vertreten".
Funknetz-Boom auch in Deutschland und Spanien
In Wien zĂ€hlt das 2003 offiziell gestartete Projekt mittlerweile rund 500 WLAN-Knoten, womit praktisch die gesamte Stadt bis hin zu weit entfernten Orten wie Hainburg oder das Leitagebirge abgedeckt sind. EuropĂ€ischer Spitzenreiter ist aktuell Barcelona, das bei seinem Funknetz http://www.guifi.net bereits 9.200 Knoten und eine FlĂ€chenabdeckung von ĂŒber 10.000 Quadratmetern aufweist. Aber auch Athen (5.000 Knoten) sowie mehrere deutsche StĂ€dte wie Berlin, Rostock, Weimar und Leipzig arbeiten seit Jahren am privaten Netzaufbau. In Deutschland bildet freifunk.net http://www.freifunk.net die ĂŒbergeordnete Plattform. (Ende)

Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Martin Jan Stepanek
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